Unterschied zwischen Hyperpigmentierung und Melasma

Hautverfärbungen können verunsichern, besonders wenn unklar ist, woher sie kommen oder wie man sie behandeln kann. Häufig werden Hyperpigmentierung und Melasma gemeinsam genannt. Beide führen zu dunkleren Hautstellen, unterscheiden sich jedoch deutlich in Ursache, Erscheinungsbild und Therapie. Wer die Unterschiede kennt, kann gezielter handeln.

Was ist Hyperpigmentierung?

Unter Hyperpigmentierung versteht man eine Verdunkelung der Haut durch eine erhöhte Melaninproduktion. Melanin ist der natürliche Farbstoff, der Haut, Haare und Augen färbt. Die Veränderung kann punktförmig oder flächig auftreten und an jeder Körperstelle erscheinen. Medizinisch ist sie meist harmlos, wird aber oft aus ästhetischen Gründen behandelt.

Arten der Hyperpigmentierung: 

1. Postinflammatorische Hyperpigmentierung (PIH): 

Entsteht nach Hautreizungen oder Verletzungen, etwa durch Akne oder Verbrennungen.

2. Sonnenbedingte Hyperpigmentierung: 

UV-Strahlung regt die Pigmentbildung an und führt zu Alters- oder Sonnenflecken.

3. Sommersprossen: 

Kleine Pigmentpunkte, die bei hellen Hauttypen stärker sichtbar werden.

Was ist Melasma?

Melasma ist eine spezielle Pigmentstörung, die sich durch bräunliche oder graubraune Flecken zeigt, meist im Gesicht. Typische Stellen sind Wangen, Stirn, Nasenrücken und Oberlippe.

Arten von Melasma:

Melasma wird in drei Haupttypen unterteilt:

1. Epidermal 

2. Dermal 

3. Gemischtes Melasma

Epidermales Melasma entsteht in der obersten Hautschicht, der Epidermis, und lässt sich meist an seiner dunklen Braunfärbung sowie klar abgegrenzten Rändern erkennen.

Dermales Melasma liegt tiefer in der Haut, nämlich in der Dermis, und zeigt sich häufig als hellbraune oder bläulich-graue Flecken mit unscharfen Konturen.

Gemischtes Melasma betrifft — wie der Name vermuten lässt — sowohl Epidermis als auch Dermis und führt zu einer Kombination aus hellen und dunklen Hautverfärbungen.

Wesentliche Unterschiede zwischen Hyperpigmentierung und Melasma

Melasma und Hyperpigmentierung stehen zwar beide mit Veränderungen des Hauttons in Verbindung, unterscheiden sich jedoch deutlich voneinander. Deshalb ist es wichtig, die jeweiligen Merkmale genau zu verstehen.

Ursachen:

Hyperpigmentierung kann durch verschiedene Auslöser entstehen, darunter intensive Sonneneinstrahlung, Hautverletzungen oder bestimmte Arzneimittel. Melasma hingegen steht überwiegend mit hormonellen Veränderungen in Verbindung, wobei UV-Strahlen die Symptome verstärken können.

Aussehen:

Hyperpigmentierung zeigt sich häufig als kleine dunkle Flecken auf der Haut, vergleichbar mit Sommersprossen oder Altersflecken. Melasma hingegen tritt eher als grössere, unregelmässige Verfärbungen auf, die meist spiegelbildlich im Gesicht verteilt sind.

Betroffene Orte:

Pigmentflecken können grundsätzlich überall am Körper entstehen, treten jedoch besonders häufig an Hautstellen auf, die regelmässig der Sonne ausgesetzt sind. Melasma zeigt sich überwiegend im Gesicht, kann jedoch gelegentlich auch am Hals oder an den Unterarmen sichtbar werden.

Behandlung::

Beide Hautzustände lassen sich zwar mit Sonnenschutz und topischen Anwendungen behandeln, doch Melasma erfordert häufig gezieltere Therapien, da hormonelle Einflüsse eine zentrale Rolle spielen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hyperpigmentierung und Melasma zwar beide zu Hautverfärbungen führen, sich jedoch in Ursache, Erscheinungsbild und Behandlung deutlich unterscheiden. Für eine gesunde und strahlende Haut ist die richtige Therapie entscheidend. Lassen Sie sich daher stets von Fachpersonal beraten und wählen Sie Laserbehandlungen nur nach einer professionellen Analyse. 

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